Nachricht vom Wandel

KLEIN-ST-E GALERIE
Arneburg
Do, 13.09.2018 - Fr, 02.11.2018
Uhrzeit siehe Beschreibung

Die KLEIN-ST-E GALERIE ARNEBURG bittet wieder einmal alle Freunde der Galerie am 12.09.2018 zur gewohnten Zeit, um 19.00 Uhr, in den „Goldenen Anker“ Arneburg, in die Elbstraße 17, zur nächsten Ausstellungseröffnung. Zu dieser Vernissage begrüßen wir Herrn Ulrich Karlkurt Köhler aus Berlin. Er präsentiert uns in seinen Bildern „Nachricht vom Wandel“. Bei meinem Atelier-Besuch in Vorbereitung auf die geplante Ausstellung, begrüßte er mich überaus herzlich, gleichwohl wir uns nicht kannten. Wie ein „lieber Freund und Kupferstecher“, die geflügelten Worte kamen mir in den Sinn. Aber Köhler „kupfert“ nichts! Die ca. 600 Jahre alte Technik des Kupferstiches beherrscht er virtuos. Sein sprühender Geist spricht sich in seiner Kunst aus. Einerseits mit Humor und Feinsinn, andererseits schaut uns das Ernste und Tiefgründige aus seinen Bildern an. Ist es der Glaube, die Welt sei noch zu retten, wenn man die Menschen wachrüttelt? Mit dem Stichel gräbt er seine Haltung zu den unterschiedlichsten Themenbereichen, die von antiker und christlicher Mythologie bis in die Gegenwart reichen, in die Kupferplatten ein. Komplizierteste Gedankengänge demonstriert er mit Verve im Metall und scheut sich nicht, diese ins Bild zu setzen. Gesellschaftliche Entwicklungen, menschliche Schwächen, Animalisches und vieles andere nimmt er aufs Korn. Jedoch nicht nur der Kupferstich ist Methode, sondern auch verschiedenste Collage-Techniken, in denen er Materialen, zu einem Ganzen fügt, klebt, malt, näht und mit Charme, Witz sowie überschäumender Phantasie, das Unterschiedlichste zu einem Kunstwerk komponiert. Mit Säure entstehen Radierungen, auch Bilder mit Tusche, Feder oder Bleistift. In ironischer Distanz, gelegentlich auch mit Wehmut, einer Portion Pessimismus, manchmal auch Sarkasmus, gelingt es Köhler meisterlich seine inhaltlich aufgeladenen Arrangements zu gestalten. Seine Themen, die er zum Ausdruck bringt, sind schier unerschöpflich. Fetzen von Menschheitsgeschichte, technischem Fortschritt, animalischen Eskapaden, allzu Menschliches, von Religion, Ideologie und Zeitgeist bis hin zu modischen Kapriolen, werden zum Bild. Wer ein geöffnetes Auge für die Kunst hat, kann Eindrücke und Gedanken zum Weiterdenken sammeln. Selbst Gedichte und Texte schreibt dieses Multitalent, die in Katalogen, Kalendern und Büchern, von ihm illustriert, zu lesen sind. Als gelernter Porzellanmaler im VEB Zierporzellanwerke Lichte, bemalte er „scheußliche Nippfiguren“. Später war er Theatermaler in Karl-Marx-Stadt, heute wieder Chemnitz. Bei der Kupferstecherin Lotte Wegeleben, einer Schülerin von Johannes Wüsten, ging er in die Lehre. Die gemeinsame Auswahl der Bilder bei dem Atelierbesuch, brachte aus seinen Grafikschränken so viele Schätze zu Tage, dass es wirklich schwierig war, einen Ausschnitt aus seinem künstlerischen Schaffen zu treffen. Es schien mir wie Bruchteile aus dem Abenteuer Leben, welches mit Versuch und Irrtum ringt, aber auch wechselvolle Gegensätze in eine Bildsprache übersetzt, in welcher Werden und Vergehen oft mit Witz und Ironie benannt sind, um schon im nächsten Augenblick davonzubrausen, mit der Lust zum Weiterdenken im nächsten Detail, zu Veränderungen in seiner filigranen Gestaltung. In der KLEIN-ST-N GALERIE werden wir einiges bewundern können. Freuen wir uns auf das Künstlergespräch mit Ulrich Karlkurt Köhler und auf seine Ausstellung. Adelheid Johanna Preß

KLEIN-ST-E GALERIE
Arneburg
Elbstraße 17
39596 Arneburg
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Do, 13.09.2018 - Fr, 02.11.2018

Eröffnung am 12.09.2018 um 19.00 Uhr

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KLEIN-ST-E GALERIE
Arneburg
Elbstraße 17
39596 Arneburg

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